Praxis für Hypnotherapie
Praxis für Hypnotherapie
Foto: Candace V. Cooley
Eier des "Strongylus mucosa" (ein bisher unbekanntes
Darmwurm) im Nasenschleim

Parasitenprophylaxe / Vorbeugung

Um einen Parasitenbefall vorzubeugen, ist es wichtig, ihre Übertragungswege zu versehen:

A. Der fäkal-orale Übertragungsweg

Würmer, die den Darm bewohnen, legen viele Hunderte bis Tausende von Eiern pro Tag. Sie werden mit dem Stuhl (Fäkalien) ausgeschieden und gelangen somit in die Außenwelt. Diese Eier können durch kontaminierte Hände, Lebensmittel (Obst, Gemüse) und Wasser oral aufgenommen werden. Wenn es uns jedoch gelingt, die Eier aus unseren Nahrungsmitteln fernzuhalten, verringern wir die Infektion mit Würmern.

B. Infektion durch den Verzehr von Zysten (Larven) im Fisch und im Fleisch

Ein anderer Weg der Übertragung ist durch den Verzehr von rohem oder ungenügend gegartem Fisch oder Fleisch. Es gibt Parasiten, die sich in einer Larvenform als Zyste im Muskelfleisch absetzen, damit sie vom nächst besten Karnivor gegessen werden. Kommen sie lebend bei uns an, beginnen sie sich in unserm Verdauungstrakt zu reproduzieren: sie legen Eier, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden (zurück zu Punkt A).

Wir können den Infektionsweg durch Zysten ebenfalls unterbrechen, wenn wir aus Vorsicht nur gut gegartes Fleisch oder Fisch zu uns nehmen.

Die Gründe Wurminfekte vorzubeugen

Rundwürmer (Askariden):

4) Die oral aufgenommenen Wurmeier kommen in den Dünndarm. 5) Aus ihnen schlüpfen Larven, die über die Darmmukosa ins Blut gelangen. 6) Mit dem Blut vollziehen sie eine Migration zur Lunge, wo sie schließlich die Schleimhaut der Bronchien hoch krabbeln bis sie 7) im Hals verschluckt werden. So kehren sie über den Magen in den Dünndarm zurück, wo sie als Erwachsene täglich hunderttausende von Eiern produzieren, die im Stuhl den Körper verlassen.

Gleichzeitig ist der Dünndarm ein Ort, wo sich viele Bakterien und Viren aufhalten. Physiologisch leben über vier hundert verschiedene Sorten von Bakterien allein im Einklang mit dem Wirt - solange sie im Darm bleiben. Stellen Sie sich jedoch vor, wie viele Darmbakterien bei jeder Larvenmigration ins Blut geschleppt werden. Bakterien, die ins Blut gelangen, können Krankheiten verursachen.

Deshalb müssen wir die Würmer als Trojaner von Bakterien, Viren und Pilzen betrachten. Wenn Sie einen Wurmbefall vorbeugen können, schützen Sie sich gleichzeitig vor Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilzen. Die nachfolgenden Maßnahmen werden Ihnen helfen, Ihre Gesundheit zu bewahren.

Eine Liste der vorbeugenden Maßnahmen:

  1. Die Hände nach jedem Toilettengang bzw. nach dem Wickeln eines Babys sorgfältig waschen.
  2. Die Hande vor der Zubereitung von Mahlzeiten sorgfältig waschen.
  3. Die Hände vor dem Essen sorgfältig waschen.
  4. Darauf achten, dass auch die Fingernägel (kurz und) mit einer Nagelbürste sauber gehalten werden.
  5. Nur saubere Finger (wenn überhaupt) in den Mund stecken.
  6. Hände waschen, nachdem man Tiere berührt.
  7. Haustiere nicht küssen.
  8. Haustiere regelmäßig entwurmen.
  9. Handschuhe bei der Gartenarbeit tragen und anschließend die Hände gründlich waschen.
  10. Verhindern, dass Kinder Erde essen.
  11. Die eigene Hygiene auf ein hohes Niveau halten und diese Gewohnheiten Ihren Kindern beibringen.

Peel it, cook it or leave it! Schäl es, koch es oder lass es!

  1. Beim Kochen rohes Fleisch/rohen Fisch von anderen Lebensmitteln getrennt verarbeiten (eigenes Schneidebrett, eigenes Messer).
  2. Nur gut durchgegartes Fleisch (gerade bei Schweinefleisch) verzehren.
  3. Nur Fisch essen, der gut gegart wurde.
  4. In Deutschland wird viel rohes und kalt geräuchertes Fisch und Fleisch in Form von Lachs, Wurst, Schinken, Mett und Tatar verzehrt. Die Temperaturen beim Räuchern reichen normalerweise nicht, um evtl. vorhandene Parasiten abzutöten.
  5. Getreide wie Müsli kann Wurmeier beherbergen. Zum Brei gekochtes Müsli ist unbedenklich.
  6. Gemüse, Obst und Kräuter können mit klebrigen Wurmeiern oder Zysten verunreinigt sein, auch nachdem sie abgespült wurden.
  7. Das Schälen und/oder Kochen von Obst und Gemüse verringert das Infektionsrisiko durch widerstandsfähige Wurmeier.
  8. Der erste Schritt in der Zubereitung von Salaten, Obst und Gemüse, die bedenkenlos roh verzehrt werden können: Waschen (in einer Wasserlauge mit einem Tropfen mildem Spülmittel oder Citricidal) und abspülen.
  9. Im zweiten Schritt werden Salatblätter, Gemüse und Obst 30 Min. Minuten lang in einer Lösung aus 5 Tropfen aktiviertem MMS pro Liter Wasser unter Wasser getaucht, um die verbliebenen Parasiteneier unschädlich zu machen. Abschließend wird mit sauberem Wasser* abgespült und trocken geschleudert oder mit einem sauberen Tuch abgetupft. Achtung: Kein MMS bei einer bestehenden Chlor-Allergie verwenden.
  10. Das Blanchieren von Obst und Gemüse (30 Sek. lang im kochenden Wasser eingetaucht) macht Wurmeier ebenfalls unschädlich.  
  11. Sauberes Wasser* trinken und bei der Zubereitung von Speisen verwenden. Nur sauberes Wasser* zum Zähneputzen und für Nasen-, Augen-, Ohren-, Scheiden- und Darmspülungen nehmen.
  12. Das Essen auswärts ist Vertrauenssache. Im Zweifelsfall kann man durchgegarte Speisen von der Karte wählen.
  13. Es ist ratsam, sich regelmäßig einer Wurmkur zu unterziehen.

*SAUBERES WASSER gewinnt man durch das Abkochen.

Mehr zum Thema Trinkwassergewinnung hier.

Möchten Sie mehr über Parasiten im Alltag erfahren? Klicken Sie hier, um auf Facebook über die Verbreitung und Übertragungswege von Parasiten, Bakterien, Viren und Pilze zu lesen.

Achtung!

Mittel wie Chlorellen, Flohsamen und Leinsamen können mit Parasiteneiern behaftet sein. Die Maßnahmen für die Zubereitung von Nahrungsmitteln gelten ebenfalls für Produkte wie Graues Salz aus der Bretagne, Getreide, Samen, Gewürze und Kräuter: vor dem Verzehr müssen sie aufbereitet werden.

Aus Müsli kochen wir einen Brei. Flohsamen und Leinsamen werden vor dem Verzehr im Wasser aufgekocht. Kräutertees brühen wir mit kochendem Wasser auf und lassen sie zugedeckt ziehen. Graues Salz, das unter freiem Himmel geerntet und feucht abgepackt wird, kommt in den Backofen zum Trocknen.

Übrigens:

Mücken können eine Reihe von Filarienkrankheiten (Parasiten mit einer täglichen Anreicherung der Larven im periphären Blut) übertragen. Herzwurm und "Hautwurm" in Hunden (Dirofilaria immitis und Dirofilaria repens) sind Beispiele von Zoonosen, d.h. Krankheiten, die von Tier auf Mensch übertragbar sind. Die Larven von Dirofilaria repens sind seit 2012 in Mücken in Brandenburg nachgewiesen worden. Mit dem Klimawandel (Überschwemmungen der Elbe) und die Auswirkung zunehmender Globalisierung in allen Lebensbereichen (bei Lebensmitteln, Reisen ins Ausland, Einfuhr von Hunden aus Südeuropa) steigt die Ansteckungsgefahr durch Mückenstiche. Mehr Infos hier.

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Candace V. Cooley

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